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Homeoffice im Kleingarten: Arbeiten zwischen Rosen und Rasenmäher

Posted on 30. April 202630. April 2026 By mhirt Keine Kommentare zu Homeoffice im Kleingarten: Arbeiten zwischen Rosen und Rasenmäher

Du sitzt im Garten, die Sonne scheint, der Laptop ist aufgeklappt, frische Luft und Vogelgezwitscher. Ein Arbeitsplatz, der sich plötzlich ganz anders anfühlt. Homeoffice im Kleingarten klingt nach einem Traum: Vogelgezwitscher statt Tastaturgeklapper im Großraumbüro. Aber funktioniert das wirklich? Pünktlich zum Tag der Arbeit schauen wir uns an, was erlaubt ist, welche Ausstattung du brauchst und wie dein Arbeitsplatz im Garten alltagstauglich wird.


Inhaltsverzeichnis
Homeoffice im Kleingarten – was ist erlaubt?
Internet im Garten: So gehst du online
Weitere Tipps
Fazit

Spätestens seit der Corona-Pandemie arbeiten viele nicht mehr nur im Büro, sondern auch zu Hause und manchmal eben im Garten. Ein paar E-Mails im Schatten der Laube beantworten, danach die Tomaten gießen: Wer das einmal ausprobiert hat, merkt schnell, wie gut sich das anfühlen kann.

Ich persönlich genieße meine Arbeitstage im Garten und nutze sie sogar gezielt für Aufgaben, bei denen ich kreativ sein muss. Denn der Garten ist für mich gerade Vormittags ein Ort der Ruhe und der Inspiration. Vielleicht ist diese Art der Arbeit auch etwas für dich?

Bevor du aber den Bürostuhl gegen die Gartenbank tauscht, zeige ich dir was du beachten musst und was du technisch brauchst.


Homeoffice im Kleingarten – was ist erlaubt?

Bevor wir über Technik sprechen: Wie ist das eigentlich rechtlich geregelt?

Es gibt zwei entscheidende Instanzen: den Verein und den Arbeitgeber.

Zunächst zur Arbeitgeberseite: Denn das ist die Voraussetzung dafür, dass du überhaupt außerhalb des Büros oder deines Heimarbeitsplatzes arbeiten darfst. Erster Schritt sollte also sein, in deinem Arbeitsvertrag zu schauen, den Chef bzw. Chefin oder auch den Betriebsrat zu fragen.

Meistens wird zwischen zwei Formen des Homeoffice unterschieden:

  1. Telearbeit (diese ist sogar nach der Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV definiert): Dieser Arbeitsplatz ist ein fester, vom Arbeitgeber eingerichteter Arbeitsplatz zu Hause. Diese Art ist also stark geregelt und der Garten ist als Arbeitsort praktisch nicht vorgesehen.
  2. Mobiles Arbeiten: damit ist meisten eine ortsunabhängige Form der Arbeit gemeint. Sie erlaubt das Arbeiten im Zug, Café oder halt auch im Garten.

Je nach Arbeitgeber und Vertrag können die Arten aber auch anders heißen oder speziell geregelt sein. Wichtig ist, vorher zu klären was erlaubt ist, denn Verstöße gegen die vereinbarten Regeln können arbeitsrechtliche Konsequenzen wie Abmahnung oder im Wiederholungsfall Kündigung haben. Außerdem kann der Versicherungsschutz entfallen, etwa wenn ein Unfall im Garten nicht mehr als Arbeitsunfall gilt. Hinzu kommen mögliche Probleme beim Datenschutz, der Arbeitszeiterfassung und im Schadensfall bei der Haftung für Arbeitsmittel.


So sollte ein Garten nicht aussehen. Die Erholung und die kleingärtnerische Nutztung sollte im Vordergrund stehen. (KI-erzeugt)

Der zweite entscheidende Punkt ist: Darfst du laut Kleingarten- und Vereinsordnung überhaupt im Garten arbeiten?

Grundsätzlich gilt: Unsere Gärten sind in erster Linie Orte der kleingärtnerischen Nutzung und der Erholung. Das ist nicht nur ein schöner Gedanke, sondern auch rechtlich so vorgesehen. Dauerhafte gewerbliche Nutzung oder ein „echtes dauerhaftes Büro“ im Garten sind also verboten.

Aber: Gelegentlich im Garten arbeiten? Das sieht schon anders aus. Wenn du dich mit dem Laptop hinsetzt, ein paar Stunden arbeitest und ansonsten deinen Garten ganz normal nutzt, ist das kein Problem. Das ist vergleichbar mit der Übernachtung im Garten: Man darf ab und zu übernachten, aber nicht im Garten wohnen.

Generell schwierig wird es erst, wenn:

  • dauerhaft im Garten gearbeitet wird
  • der Garten seinen Erholungscharakter verliert oder die kleingärtnerische Nutzung nicht mehr gegeben ist
  • ihr eurem Nachbarn das Mähen verbieten wollt, weil eine wichtige Videokonferenz ansteht oder ihr mit Dauer-Videokonferenzen euren Gartennachbarn auf die Nerven geht

Absolutes Tabu ist es, ein Gewebe unter der Gartenadresse anzumelden.


Internet im Garten: So gehst du online

Ist der rechtliche Rahmen geklärt, kannst du dich an die Technik machen. Die größte Hürde ist meist nicht der Schreibtisch, sondern das Internet. Denn DSL- , Kabel- oder Glasfaseranschluss gibt es bei uns nicht. Dafür gibt es aber ein paar erstaunlich gute Alternativen:

Smartphone-Hotspot: Für den schnellen Einsatz völlig ausreichend. Gerade für Mails, Chats oder kleinere Aufgaben funktioniert das erstaunlich gut. Aber was steckt dahinter?

Ein Hotspot bedeutet: Du nutzt dein Smartphone wie einen kleinen WLAN-Router. Das Handy greift auf das mobile Internet zu und „teilt“ diese Verbindung mit deinem Laptop oder Tablet.

So richtest du einen Hotspot ein:
– In den Einstellungen deines Smartphones den Punkt „Hotspot“ oder „Tethering“ suchen
– Hotspot aktivieren
– Einen Namen und ein Passwort festlegen (falls nicht schon vorhanden)
– Mit dem Laptop wie mit einem normalen WLAN verbinden

Aber wichtig: Achte auf dein Datenvolumen. Beim Hotspot wird das gleiche Datenvolumen genutzt wie beim normalen Surfen auf dem Handy nur deutlich schneller verbraucht. Ein einziges Videomeeting kann schnell mehrere hundert Megabyte ziehen.

Für kurze Einsätze oder wenn du ein unbegrenztes Datenvolumen hast super, für einen ganzen Arbeitstag eher kritisch, wenn dein Tarif begrenzt ist.

Für den regelmäßigen Einsatz eignet sich da eher ein LTE- bzw. 5G-Router mit entsprechendem Tarif. Dieser läuft stabiler und planbarer als ein Hotspot.


Ein LTE- oder 5G-Router funktioniert ähnlich wie dein WLAN-Router zu Hause nur ohne festen Internetanschluss. Statt Kabel steckst du eine SIM-Karte hinein. Der Router nutzt dann das Mobilfunknetz und baut daraus ein eigenes WLAN auf.

Das Gute daran: Du bist flexibel und kannst den Router einfach im Garten platzieren, zum Beispiel in der Laube oder auf der Terrasse. Außerdem kannst du den Router sogar mit in den Urlaub, das Wohnmobil oder zum Zelten nehmen (Stromversorgung vorausgesetzt, wobei es mittlerweile auch Akku-betriebene Geräte gibt).
Auch die Einrichtung ist einfach. Meistens hält sich die Konfiguration in Grenzen.

Was kostet das?

Hardware: Ein LTE- bzw. 5G-Router kostet gebraucht etwa 20–50 Euro, neu sind sie ab etwa 100 Euro zu bekommen. Mittlerweile bieten auch Discounter wie Lidl oder Aldi LTE-Router inkl. entsprechender Tarife an. Hier einfach mal nach „LTE-Router“ im Internet suchen.

Tarif: Sehr gut brauchbare Tarife bekommst du schon ab 10 Euro im Monat. Dafür erhältst du in der Regel schon an die 50 GB Datenvolumen im Monat. Das reicht fürs Arbeiten inkl. Videokonferenzen vollkommen aus. Ich teile mir mit einem Gartennachbarn einen 50 GB Tarif und wir sind noch nie an unsere Grenzen gekommen – trotz mancher parallelen Videokonferenz. Und sollte das Datenvolumen nicht ausreichen, weil du beispielsweise am Wochenende die Bundesliga streamen willst, dann wähle einen Tarif mit mehr Datenvolumen.

Pro-Tipp: Suche dir einen Tarif aus, der monatlich kündbar ist oder der nur bei Nutzung kosten (zweitere sind meistens etwas teurer). So bezahlst du außerhalb der Saison nichts.


Weitere Tipps

Ein paar Dinge, die sich schnell bezahlt machen:

  1. Überlege dir gut, welche Arbeiten du im Garten erledigen kannst und möchtest und was du lieber Hause oder im Büro erledigen solltest. Wichtige Videokonferenzen sollten beispielsweise zu Hause oder im Büro stattfinden. Im Garten lässt sich nicht immer steuern, was um dich herum passiert – vom Rasenmäher bis zur spontanen Baustelle nebenan. Bei kreativen Aufgaben hingegen kann der Garten durchaus inspirierend sein. Andersrum habe ich den Garten auch schon mal genutzt als ich wusste, dass zu Hause oder im Büro laut wird.
  2. Wenn möglich immer virtuelle Hintergründe bei Videokonferenzen nutzen – auch wenn du im Büro bist. Das erspart dir Nachfragen, wo du dich gerade befindest und reduziert eventuelle Befindlichkeiten. Ich habe, egal wo ich bin, immer den gleichen Hintergrund – auch im Büro wird ein virtueller Hintergrund eingeblendet.
  3. Lern dich besser kennen und finde heraus, ob Arbeiten im Garten überhaupt was für dich ist. Wenn dich die Arbeit stresst und deine Gartenoase darunter leidet, arbeite lieber nicht im Garten. Der Garten sollte nicht mit Frust oder Stress verbunden sein. Dann lieber früher Schluss machen und die Abendsonne im Garten ohne Laptop genießen. Auch gibt es Personen, die in einer solchen Arbeitsumgebung nichts geschafft bekommen. Dann auch lieber: ab ins Büro.
  4. Nicht zu unterschätzen solltest du Schatten. Laptop und Bildschirm sind in der prallen Sonne kaum nutzbar. Ein fester, schattiger Platz spart Nerven und tut den Augen gut. Ein „Laptop-Sonnenschutz“ (ab ca. 20 Euro, aber auch leicht mit Pappe zu basteln) helfen dabei die Sonne vom Bildschirm fernzuhalten.
  5. Ergonomie nicht vergessen: Der Gartenstuhl ist gemütlich, aber nicht für Stunden gemacht. Kissen, Tischhöhe und Sitzposition machen einen großen Unterschied. Und ab und zu aufstehen und Blumengießen!
  6. Arbeitszeiten klar halten: Auch im Garten gilt: irgendwann ist Feierabend. Sonst verschwimmen Arbeit und Erholung zu sehr.
  7. Oben bereits erwähnt: Rücksicht nehmen. Geht euren Nachbarn nicht mit unendlichen Videokonferenzen auf die Nerven oder kommt auf die Idee ihm das Mähen zu verbieten. Das sorgt nur für unnötigen Stress.

Fazit

Arbeiten im Garten ist von Arbeitgeberseite oft möglich und von Vereinsseite erlaubt. Du solltest aber dringend darauf achten, dass sich der Charakter deines Gartens nicht ändert. Er sollte weiterhin ein schöner Rückzugsort für dich bleiben, in dem du dich von der Arbeit erholst und dich nicht über diese ärgern musst.

Hast du deinen Laptop schon mal mit in den Garten genommen und war es eher Erholung oder doch mehr Stress?

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