Sascha ist IT-Projektmanager, seit 2020 Pächter des Gartens 53 und jetzt unser neuer Kassenwart. Wir stellen ihn vor.

Warum hast du dich für einen Kleingarten entschieden?
Ich habe mich für den Kleingarten entschieden, weil ich Lust drauf habe, etwas selbst anzupflanzen, hochzuziehen und zu ernten, mehr Zeit in der Natur zu verbringen und im Grunde auch Ruhe und Ausgleich zu finden. Darüber hinaus sollen meine Kinder von klein auf lernen, was es bedeutet, Dinge zu erschaffen, mit der Hoffnung, dass auch später einiges nicht unbedingt als selbstverständlich betrachtet wird. Es gehört mehr dazu, als in den Einkaufsladen zu gehen und etwas aus dem Regal zu kaufen. Leider gibt es die aktuelle Wohnsituation in Velbert-Langenberg nicht her zu Hause in dem Stil zu gärtnern. Daher habe ich mich für den Kleingarten in Wuppertal entschieden, wenn auch der Fahrweg etwas länger ist, aber durchaus noch mit dem Fahrrad zu bewältigen ist.
Dein Lieblingsplatz im Garten?
Es kommt im Wesentlichen darauf an, zu welcher Zeit im Jahr oder am Tag. Mal ist es die Grillecke im Spätsommer, mal die Ecke mit den Hochbeeten im Frühjahr/Frühsommer und ein anderes Mal der Platz unter dem Flieder, wenn die Sonne scheint und man sich auf der Liege entspannt. Je nach Projekt oder anfallender Arbeit ist es auch mal der Geräteschuppen oder die Terrasse, auf der ich was zusammenbaue oder der Nachbargarten, in dem ich ein Bier trinke.
Was sind deine nächsten Projekte?
Der Garten ist in der Gesamtheit ein Projekt für mich, denn es gibt immer etwas zu tun und wenn das irgendwann einmal nicht der Fall sein sollte, dann würde ich den wahrscheinlich auch abgeben. Auf kurze Sicht werde ich mich mit der Terrasse und den Hochbeeten beschäftigen und einen Bereich herstellen, um ein Gewächshaus aufzustellen. Darin sollen insbesondere empfindliche Sorten und Jungpflanzen untergebracht werden. Mittel- und langfristig möchte ich die Themen Smart Metering und Automatisierung von Prozessen erproben und einsetzen, um beispielsweise smarte Bewässerung meiner Pflanzen und optimale Sonnenzeiten zu ermitteln.
Gibt es Parallelen zwischen deinem Job als IT-Projektmanager und dem Kleingarten?
Es gibt sehr viele Parallelen zu meinem Job. Als Projektmanager war ich in vielen verschiedenen Projekten eingesetzt, daher kann ich den Vergleich sehr gut ziehen. Jedes Projekt im Garten kann also auch auf die gleiche Art geplant, umgesetzt und abgeschlossen werden. Wenn man zudem noch agil vorgeht, wie es heutzutage in vielen Softwareprojekten der Fall ist, so kann man kontinuierlich und in kleineren Zeitabschnitten bereits Teillösungen entwerfen, umsetzen, testen und verbessern. Überträgt man das auf ein Gartenprojekt, so hat man die gleichen Möglichkeiten vorzugehen, bspw. bei dem Bau von Bepflanzungen wie Hochbeete, bei dem man erst ein grobes Konstrukt eines kleinen Hochbeets erstellt, die Innenverkleidung einbaut und die Befüllung vornimmt und bepflanzt. Daran sammelt man Erfahrungen und baut mitunter ein nächstes, größeres Hochbeet oder verbessert das bestehende Konstrukt und erweitert die Funktionen beispielsweise durch den Einsatz von Technologien und so weiter.
Dein Lieblingsobst oder Gemüse?
Für mich der absolute Klassiker, die Tomate in allen möglichen Formen und Varianten, wie bspw. die St. Ignatius, sibirisches Birnchen oder peruanische Wildtomate. Natürlich, wenngleich auch relativ langweilig, die Kartoffel.
Quelle Vorschaubild: Raphael Silva auf Pixabay
