Sie lauert vor Bienenstöcken, fängt Honigbienen im Flug und ist inzwischen auch in der bei uns in der Hainstraße angekommen: Die Asiatische Hornisse wurde in unserer Anlage gesichtet und macht bereits Jagd auf die Bienen unseres Imkers. Jetzt heißt es: Augen offen halten. Denn wer Tiere oder ein Nest entdeckt, kann mit einer schnellen Meldung helfen.
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) stammt ursprünglich aus Südostasien und breitet sich seit einigen Jahren auch in Nordrhein-Westfalen aus. In Wuppertal wird sie bereits seit 2023 nachgewiesen. Für Menschen ist sie grundsätzlich nicht gefährlicher als heimische Wespen oder Hornissen. Problematisch ist sie vor allem als Jägerin anderer Insekten: Zu ihrer Beute gehören auch Honigbienen.
Genau das können wir inzwischen in unserer Anlage beobachten: Asiatische Hornissen lauern vor den Fluglöchern „unserer“ Bienenvölker und fangen dort Bienen ab.
Woran erkenne ich die Asiatische Hornisse?
Keine Sorge: Nicht jede Hornisse ist gleich eine Asiatische Hornisse. Noch ist unsere heimische Europäische Hornisse in Summe mehr vertreten als die asiatische Schwester. Die europäische Hornisse ist im Gegensatz zur asiatischen Variante ein gern gesehener Gast im Garten.

Die Asiatische Hornisse erkennt ihr vor allem an ihrer überwiegend dunklen Färbung. Brust und Oberseite des Kopfes sind schwarz, die Vorderseite des Kopfes ist orange. Besonders auffällig sind die gelben Beinenden. Die Beine wirken dadurch fast wie gelbe „Söckchen“. Auch der Hinterleib ist größtenteils dunkel und trägt gelbe beziehungsweise orangefarbene Banden. Arbeiterinnen werden etwa 1,5 bis 2,5 Zentimeter groß. Die heimische Europäische Hornisse ist dagegen deutlich gelber sowie braun-rötlich gefärbt.

Auch ihr Verhalten an Bienenstöcken kann einen Hinweis geben: Asiatische Hornissen können regelrecht vor dem Flugloch in der Luft stehen und dort auf zurückkehrende Bienen lauern.
Und wie sehen die Nester aus?
Im Frühjahr entstehen zunächst kleinere Gründungs- oder Primärnester an geschützten Stellen und häufig in geringer Höhe. Später baut ein Volk meist ein wesentlich größeres Sekundärnest. Dieses kann bis etwa einen Meter hoch werden und sitzt häufig hoch oben in Baumkronen – teilweise in bis zu 30 Metern Höhe. Charakteristisch ist beim großen Sekundärnest das seitliche Einflugloch im oberen Drittel.

Bitte nähert euch einem verdächtigen Nest nicht unnötig. Während einzelne Asiatische Hornissen für Menschen normalerweise keine besondere Gefahr darstellen, verteidigen die Tiere den unmittelbaren Nestbereich.
Gesehen? Foto machen und melden!
Wenn ihr ein verdächtiges Nest entdeckt, macht nach Möglichkeit ein Foto aus sicherer Entfernung und merkt euch den genauen Fundort. Meldet die Beobachtung anschließend dem Vorstand oder direkt der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Wuppertal.
Die Stadt Wuppertal bittet ausdrücklich um Meldungen der Asiatischen Hornisse. Ihr erreicht den Artenschutz unter artenschutz@stadt.wuppertal.de oder telefonisch unter 0202 563-6789.
Es werden dabei keine Kosten für die Entfernung eines Nestes auf Vereinsgrund für euch entstehen!
Wichtig: Bitte keine Nester selbst entfernen und keine Fallen aufstellen. Fallen treffen auch zahlreiche andere Insekten. Über den Umgang mit einem gefundenen Nest sollten Fachleute beziehungsweise die zuständige Naturschutzbehörde entscheiden.
Wer sich für die Thematik interessiert, kann am 30.10.2026, 17 Uhr ein Seminar zur Asiatischen Hornisse im KGV Land in Sonne besuchen. Weitere Informationen im Flyer:

